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Interview Shooting
"Die Reise zu dir Selbst"

Wie meine Idee entstand

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1) Aus welchem Grund hast du dich für mich entschieden?

Für mich war die Situation gut, dass du mich nicht gekannt hast, meine Lebensgeschichte nicht kennst, und keine Vorstellung von mir hast und mich dadurch nicht in eine „Schublade stecken“ kannst. Für mich warst du vertrauenswürdig, sympathisch und vor allem nicht oberflächlich. Du bist eine natürliche, sympathische Persönlichkeit, der man sich gerne öffnet. Du bist ein Gegenüber, dass sich auf mich einlassen kann in aller Freiheit, mich anders wahrnimmt als ich mich selbst, mich ermutigt mich frei zu bewegen vor der Kamera, Neues auszuprobieren und das ohne das Wissen, welche eigentlich meine Schokoladenseite ist.

2) Wie hast du dich vor, während und nach dem Shooting gefühlt?

Vorher habe ich mich auf das Shooting gefreut, es war gerade ein Lebensabschnitt, den ich gerne festhalten und fixieren wollte. Als wir uns dann draußen getroffen haben, kam für mich eine gewisse Unsicherheit wegen des trüben unangenehmen Wetters, ob mein Lippenstift zu krass ist, ob meine Kleidung richtig ausgewählt war. Ich überlegte, ob ich grade heute nicht so gut drauf war, wie ich mir bei der Entscheidung für das Shooting gewünscht habe. Während des Shootings hat es mir dann Spaß gemacht, meine Angst verflog. Ich hatte nicht das Gefühl, unter Zeitdruck zu stehen und du hast mir ein gutes Gefühl gegeben, dadurch dass du nicht ungeduldig warst. Es war für mich entspannend, vieles ausprobieren zu können, ich musste mich nicht anstrengen, dass es unter Zeitdruck gut wird und ich am Ende dann nur wenige Fotos auswählen kann. Außerdem hatte ich nicht das Gefühl, dass es jetzt teurer werden könnte, wenn ich länger brauche mich darauf einzulassen. Mir hat es sehr gefallen, mich durch neue, zufällige Orte oder Locations inspirieren zu lassen, ich konnte mich auf die neue Umgebung einlassen, aber fand es auch schön, Fotos an meinem persönlichen Lieblingsplatz machen zu können. Nach dem Shooting habe ich mich sehr wohl gefühlt und es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

3) Was haben dir meine Fotos über dich selbst gezeigt?

Ich war überrascht, da die Fotos ganz anders waren, als ich sie mir vorgestellt hatte. Ich habe mich selbst so nie gesehen, es waren Positionen und Haltungen von mir zu sehen, wie ich sie noch nie an mir gesehen habe. Ich habe andere Punkte an mir wahrgenommen, ich war nicht wie auf gestellten Fotos, oder wenn ich mich im Spiegel betrachte, zu sehen. Im ersten Moment war ich mir selbst fremd. Je länger ich mir die Fotos angeschaut habe, habe ich gesehen, ja das bin ich. Ich selbst sehe mich eigentlich anders, in meinem Kopf ist ein festes Bild von mir, dass ich selbst irgendwann in einem eigenen Entwicklungsprozess erstellt habe. Nachhaltig hat mich das Shooting selbstbewusster gemacht und mir den extremen Unterschied gezeigt zwischen diesem Shooting und den Standartshootings. Bei diesen sind die Fotos auch sehr schön und man zeigt sie gerne anderen. Jedoch sind sie sehr leer und gestellt und haben nichts mit der Realität oder der eigenen Persönlichkeit zu tun.

4) Was bedeutet für dich, sich seiner Selbst bewusst zu sein?

Es bedeutet für mich, meine Schwächen zu kennen und diese auch anzunehmen. Jedoch ist es für mich auch wichtig, meine Stärken zu kennen und diese nicht grundlos klein machen. Man sollte sich nicht mit dem vergleichen, was uns auf Social Media begegnet, das entspricht einfach nicht der Realität, wir dürfen uns nicht dieser Scheinwelt hingeben. Die Tür geht immer weiter auf, für das perfekte Wohnen, das perfekte Aussehen und einer einheitlichen Welt. Das sollten wir verhindern! Mach die Augen auf und schau dir die Menschen beim Spazierengehen oder Einkaufen an. Gerade bei Frauen sieht man es extrem, diese Unzufriedenheit im Leben, alle sehen im Spiegel nur noch ihre schwachen Seiten. Immer mehr Menschen sind voller innerer Konflikte, sie haben es von klein auf nie gelernt, ihre Gefühle auszudrücken, zu erkennen oder diese zu benennen. Ich will meine Stimme für die Minderheit einsetzen und nicht in 5 Jahren sagen, hätte ich es nur gemacht...